Auto aus Korea importieren und in Deutschland zulassen
Ja, ein Hyundai, Kia oder Genesis aus Südkorea kann in Deutschland zugelassen werden, und Sie starten mit einem echten Vorteil: Südkorea fährt wie Deutschland auf der rechten Seite, sodass Scheinwerfer und Tacho meist nur geringfügig angepasst werden müssen, statt komplett umgebaut zu werden.
Südkorea ist der Heimatmarkt von Hyundai, Kia und Genesis, und vieles, was dort verkauft wird, ist technisch nah an den europäischen Modellen. Das eigentliche Risiko ist nicht das Grundlayout des Fahrzeugs, sondern ob genau dieses Modell oder diese Ausstattungsvariante jemals in Europa verkauft wurde: Eine reine Inlandsversion hat keine EU-Typgenehmigung und benötigt dieselbe Einzelabnahme wie jedes andere Nicht-EU-Fahrzeug.
Was tatsächlich anders ist
Anders als Japan oder Großbritannien fährt Südkorea auf der rechten Seite, sodass das Grundlayout des Fahrzeugs zu Kontinentaleuropa passt. Die meisten Hyundai-, Kia- und Genesis-Modelle ab 2015 erfüllen bereits Euro 5 oder Euro 6.
Ein Modell oder eine Ausstattungsvariante, die nie in Europa verkauft wurde (häufig bei reinen Inlandsversionen von Hyundai/Kia/Genesis), hat keine EU-Typgenehmigung und benötigt denselben Einzelabnahme-Prozess wie ein US- oder Golfstaaten-Fahrzeug, unabhängig davon, wie ähnlich es technisch ist.
Allein die Seefracht von Korea zu einem europäischen Hafen dauert in der Regel 5 bis 7 Wochen, dazu kommen Kauf, Ausfuhrdokumente, Zollabfertigung und die Prüfung im Zielland.
Aufgrund des EU-Korea-Freihandelsabkommens (in Kraft seit 2011) profitieren Fahrzeuge mit Ursprung in Südkorea von einem reduzierten Einfuhrzoll in die EU, ein echter Vorteil, der für Importe aus Japan, China oder anderswo in Asien nicht gilt.
Häufige Fragen
Oft ja, gerade weil Südkorea auf der rechten Seite fährt und Scheinwerfer sowie Tacho meist bereits europäischen Konventionen entsprechen. Aber 'oft weniger Aufwand' heißt nicht 'kein Aufwand': Ein nie in Europa verkauftes Modell braucht trotzdem eine Einzelabnahme im Zielland, genau wie jeder andere Nicht-EU-Import.
Eine Gesamtdauer von etwa 10 bis 14 Wochen ist keine Seltenheit, wenn man Kauf, die 5 bis 7-wöchige Seefracht, Zoll und die Zulassungsprüfung im Zielland zusammenrechnet. Wir geben Ihnen eine realistische Einschätzung, sobald wir Modell und Zielland kennen.
Ja. Durch das EU-Korea-Freihandelsabkommen profitiert ein Fahrzeug mit echtem Ursprung in Südkorea von einem reduzierten EU-Einfuhrzoll, zusätzlich zu den Kosten der Einzelabnahme selbst. Das ist ein echter, EU-weiter Vorteil, der speziell für Korea gilt, nicht für Japan, China oder die Golfstaaten.